Mittwoch, 24.09.2014, gegen 12 Uhr. Ich habe frei, und als notorischer Langschläfer liege ich noch im Bett. Doch dann klingelt es an der Tür, schlagartig werde ich wach, springe auf und zur Tür. Es ist der Paketbote, und er überreicht mir ein Paket. "Herz und Verstand Merchandising" steht als Absender auf dem Etikett. Es ist das neue Best-of-Album von ASP, von der Band lieber "Werkschau" als "Best-Of" genannt, und unter dem Titel "Per Aspera Ad Aspera" (Frei Übersetzt: Durch das Raue in das Raue) geführt. Eigentlich kann man ein Best-Of-Album, Pardon, eine Werkschau nicht mit einer solchen Spannung erwarten. Allerdings ist man als ASP-Fan verwöhnt, dazu gehrt auch, dass man die CD bereits am 24. in den Händen hält, wenn sie eigentlich erst am 26. erscheint. Ich freute mich auf die unveröffentlichten Bonussongs auf CD 3, die nur der Limited Edition beiliegt (Aber auch für 10€ gedownloadet werden kann).
Für mich entdeckt habe ich die Band erst im Jahr 2008. Die Band bestand natürlich vorher, aber mein Gott, ich war damals erst 15, da fängt man gerade erst an, so etwas wie "Gute Musik" für sich zu entdecken. Damals hatten wir Kuchen gegessen, da ich Geburtstag hatte, und aus irgendeinem Grund lief im Wohnzimmer das frisch erschienene "Zwischenalbum" "Zaubererbruder" von ASP, und ich begann mich zu interessieren. Es war allerdings nicht das erste mal, dass ich Songs von ASP hörte. "Sing Child" und "Ich will Brennen" kamen mir lange vorher zu Ohren, wurden von mir aber nicht so recht wahrgenommen. "Zaubererbruder" klang anders. Ich begeisterte mich damals für Mittelalter-Rock und Folk-Rock, und die stark Folk-lastige Inszenierung von Zaubererbruder, eine Vertonung der Krabat-Sage, schlug da genau in meine Kerbe. Von diesem Ausgangspunkt klickte ich mich bei YouTube durch Songs der band, einige gefielen mehr, andere weniger. Bald besuchte ich das erste Konzert, ASP waren auf Akustik-Tour, und spielten auch im nahen Osnabrück. Mehr Songs der Band wurden entdeckt, und auch der Humor des Frontmanns und Masterminds Asp (Alexander Spreng). Die nächste Veröffentlichung der Band, Akoasma, ein Live-Album von der letzten Rock-Tour, noch im selben Jahr erschienen, wurde schließlich gekauft.
Mit dem Paket in den Händen ging ich ins Wohnzimmer, das Album schnell ausgepackt. Ich bewunderte die wertige Aufmachung, legte die Bonus CD in den Player, die eigentliche Werkschau rückte bei der Vorfreude auf neuen Input in den Hintergrund. Während der erste Song "Man of Constant Sorrow" zu spielen begann, blätterte ich mich durch das Artwork. Aufwändiges Artwork ist eine Tradition der Band. bei der Werkschau wurde zu (fast) jedem Song ein neues Artwork gezeichnet, gestaltet von Timo Würz, der unter anderem schon für Marvel, DC Comics und Disney gearbeitet hat. Mit einem besonderen Lächeln stieß ich auf das Artwork zu Biotopia, ein Song über die wachsende Entfremdung zwischen den Menschen. Das Artwork zeigt ein bekanntes Bild, Menschen, die einsam auf einem Felsen im Meer sitzen, alleine, umgeben von weiteren Felsen, besetzt von weiteren, einsamen Menschen. Auf ihren Körpern tragen sie Stacheln, und ein paar zerstochene Flügel. Ein Bild, das direkt aus dem Songtext entlehnt ist. Bemerkenswert vor allem deswegen, weil dieses Artwork eigentlich schon für das 2007 erschienene Album "Requiembryo" geplant war, aber nie umgesetzt wurde. Es entstand lediglich eine Skizze, zu sehn im Buch "Horror Vacui".
"Man of Constant Sorrow" ist eigentlich ein US-Amerikanisches Traditional, passt aber wie die Faust aufs Auge zu der Band, die oft mit Rückschlägen zu kämpfen hatte. Im Jahr 2003 floppte das 3. Album der Band "Weltunter", der dritte Teil der Schmetterligns-Saga, durch die Pleite des unabhängige Vertriebs EFA. Das Label bei dem die Band veröffentlichte, Trisol, wurde unmittelbar getroffen durch die Vertriebsinsolvenz und sah sich in finanziellen Nöten. Die Reaktion war eine Veröffentlichungsoffensive, bei der das Label auch ein Best Of ("Interim Works Compendium") der damals noch Jungen Band ASP veröffentlichte - ohne die Einwilligung der Band. Die Band kündigte darauf ihren Plattenvertrag, dennoch werden bis Heute alle ASP Alben bei Trisol veröffentlicht, Jahre lang geschah dies nur mit einem Handschlag-Vertrag. Im Jahr 2011 kam es vor der Produktion des 7. Studio Albums ("fremd") zum Bruch innerhalb der Band, als Mitbegründer und Gitarrist Matthias Ambre die Band nach 12 Jahren verließ. Später verließ auch Drummer Oliver Himmighofen die Band. Es war nicht der erste Bruch mit einem Weggefährten. Trotz oder gerade wegen diesem Umbruch in der Band wurde das Album ein voller Erfolg, und wird von Fans bisweilen als Meisterwerk benannt. Heute ist die Band ein, wenn nicht das Zugpferd von Trisol, das zuletzt erschienene 8. Album "Maskenhaft" kletterte auf Platz 8 der Deutschen Albumcharts. Ein beachtlicher Erfolg für die Nischenband ASP.
2008 war die Zeit kurz nach der Trennung meiner Eltern. Rückblickend litt ich damals an Depressionen. Nachdem ich über "Zaubererbruder" die Band für mich entdeckte, stieß ich bald auf das eigentliche Kunstwerk der Band. Der Liederzyklus des Schwarzen Schmetterlings, erschienen zwischen 1999 und 2007 auf 5 Alben*, eine musikalische Erzählung, die die Spielzeit von Pink Floyds "The Wall" um etwa 7 Stunden übertrifft. Gerade wegen dem Schatten, der damals auf meinem Leben lag, fiel es mir leicht, mich in diesen Songs wieder zu finden, die Songs sollten zu einer Art Soundtrack meines lebens werden, und noch heute fühle ich ein Gefühl von Heimat, wenn ich Songs wie "Die Ruhe vor dem Sturm", "Die Ballade von der Erweckung" oder "Der Schwarze Schmetterling" höre. Songs wie "Schwarzes Blut" sind nach wie vor ein Trotzschrei in Problembehafteten Zeiten.
"Ich lebe immernoch, Immernoch!
Ich gebe immernoch, Immernoch!
Und ich taumel weiter:
VORWÄRTS, ABWÄRTS!..."
Die CD spielt weiter, auf "Man of Constant Sorrow" folgt "Sündige Heilige", ein weiterer neuer Song. Er soll eine Art Jubiläumshymne für die Band werden. Kein schlechter Song, aber an Hymnen mangelt es ASP nun wirklich nicht. Das bereits erwähnte "Schwarzes Blut", "Der Schwarze Schmetterling", "Sing Child", "Werben"... und allen voran "Ich will Brennen". Ein Song, der letztendlich darüber handelt, dass man über sich hinauswächst, sich selbst überwindet, die eigenen Ängste hinter sich lässt. "Und wenn du meinen Namen morgen schon vergisst...". Wenn man nach einem ASP Konzert eine Zugabe will, ruft man nicht "Zugabe", man ruft "Wir wollen brennen!".
Auf der Werkschau sind auch einige Tributes von anderen Bands an ASP zu finden, gewissermaßen Geburtstagsgeschenke. The 69 Eyes covern "Sanctus Benedictus", Eisbrecher covern "Schwarzes Blut"... ASP selbst hinterlaßen allerdings mit einer Live-Aufnahme des Songs "I don't wanna be me", im Original von Type O Negative, ein Tribute auf ihrer Werkschau. Für Asp eine Verneigung vor einem Idol, dem 2010 verstorbenen Peter Steele. Das Album "fremd" war ihm gewidmet.
Auf die Dauer wurde Asp, bürgerlich Alexander Spreng, für mich zu einem Idol, einem Lieblingsdichter. Er schaffte es mit jeder neuen Veröffentlichung, einen Nerv bei mir zu treffen. Die Werke der Band sind ein Dreiklang aus Artwork, Musik und Text, und bei kaum einer Band ist der Text so enorm wichtig, wie bei ASP. Die Alben der Band sind zusammenhängende Geschichten, mit einem breiten Deutungsspektrum und versteckten Stilmitteln. Den Schwarzen Schmetterling sollte ich schließlich für meine Facharbeit in der Oberstufe analysieren. Bei all der Liebe zur Musik darf man nicht unerwähnt lassen, dass Asp Spreng auch ein herausragender Lyriker ist. Texte wie "Das Minnelied der Incubi" oder "Panik" sind handwerkliche Meisterleistungen, die Versverschränkung in "Panik" habe ich in dieser Qualität noch nie irgendwo gesehen. Die Qualität der Asp'schen Texte wird deutlich, wenn man die Texte ohne Musik einfach laut liest. "Die Ballade von der Erweckung" muss sich vor Goethes Zauberlehrling und Poes Raben nicht verstecken.
Der letzte Bonussong auf der Werkschau ist "All die vielen Jahre", den Asp mit Vincent Sorg ohne den Rest der Band produzierte. Ein Song über Enttäuschungen auf dem Lebensweg, und über den Eindruck auf diesem das ein oder andere mal falsch abgebogen zu sein. Bei der Hörprobe proklamierten einige, ob jetzt die "Grafisierung" von ASP drohe, ein Seitenhieb auf die Band Unheilig, die ursprünglich aus der selben Szene wie ASP stammt, aber mittlerweile von vielen aus eben jener Szene kritisch beäugt wird, wegen ihres Vorstoßes in den Mainstream. Tatsächlich bewegt sich "All die vielen Jahre" klanglich irgendwo zwischen Deutschrock und Neue Deutsche Welle, ist aber wie immer ganz großes Kino. Einmal mehr schafft es Asp Zeilen zu schaffen, die mir aus der Seele sprechen. "So viele Jahre warst du nicht mehr als ein trauriges Gespenst" ist eine Zeile, die jemanden wie mich, jemanden, der Probleme hat sich anderen Menschen gegenüber auszudrücken, der kaum Nähe zu anderen aufbauen kann, unvermittelt trifft. Bei dieser Zeile wurde mir meine alte Liebe zu ASP deutlich, wie keine andere Band schaffen ASP es, Songs zu schaffen, mit denen ich mich identifizieren kann, in denen ich mich wiederfinde, und letztlich heimisch fühle. Dies gipfelte letztes Jahr, als ich den Song "Wanderer" zum ersten mal hörte. Ich weinte. ASP hatten unfreiwillig mein Selbstbild vertont.
Zum Schluss bleibt mir zu ASP nicht mehr viel zu sagen. Ich bedaure es sehr im Oktober bei der Jubiläumstour nicht dabei sein zu können, ASP Konzerte sind immer intensiv, eine Achterbahn der Gefühle. Ich möchte diesen Eintrag schließen, in dem ich einfach Danke sage.
Danke ASP. Für alles.
*In der korrekten Reihenfolge: "Hast du mich vermisst?" - ":Duett" - "Weltunter" - "Aus der Tiefe" - "Requiembryo"
Aus dem Leben eines Slammers, Quasi-Schriftstellers, Halbphilosophen und Spinners.
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Donnerstag, 25. September 2014
Montag, 3. Februar 2014
2 Jahre - Irgendwas mit Perspektive und Resignation
Wir schreiben den 03. Februar 2012. In einer Sportsbar in Ibbenbüren findet ein Poetry Slam statt. Soweit nichts besonderes, besonders wird es aber auch für die Menschheit nicht mehr. Besonders war es für einen jungen Mann, der an diesem Abend vor Nervosität fast von der Bühne kippte. Dieser junge Mann war ich. Heute vor 2 Jahren stand ich das erste mal bei einem Poetry Slam auf der Bühne. Das ist im Vergleich zu vielen anderen gar nichts, aber für mich persönlich trotzdem ein Grund zum feiern*, und ein Grund, zu resümieren, wo ich damals war, und wo ich heute bin.
Wo ich damals war: Ibbenbüren. Wo ich heute bin: Osnabrück. Kann man als Steigerung sehen. Muss man aber nicht.
Das ist jetzt allerdings nicht der Punkt.
Ist gibt so einige Sachen, die sich geändert haben, einiges, das gleich blieb, und manche Sachen sogar beides auf einmal. In meiner Anfangszeit habe ich einen Slam pro Monat als Ziel angepeilt, mittlerweile sind es 2 bis 3 pro Woche. Früher bin ich höchstens noch nach Münster gefahren, heute möchte gerne, viel viel weiter raus.
Die Sache ist, das Slam mir unheimlich viel gegeben hat und gibt. Es ist für mich eine Perspektive, das Leben zu leben, dass ich gerne leben möchte. Ich habe so viele Menschen kennen gelernt, auf die ich nicht mehr verzichten möchte, und die ich eigentlich auch viel zu selten sehe. Ich möchte euch jetzt hier nicht auflisten, weil ich dann sicher irgendwen vergesse, und das möchte ich nicht. Ich durfte so viele schöne Erinnerungen durch Poetry Slams sammeln, und dafür bin ich verdammt dankbar. Es gab durchaus Slams, nach denen ich mit Freudentränen am Bahnhof saß, weil es so ein verdammt schöner Abend war. In Erinnerung geblieben ist mir auch ein Morgen nach Mitch Miller's erstem WG-Slam, an dem ich mit einem leichten Kater am Bahnhof Osnabrück Altstadt saß, und es sich irgendwie richtig anfühlte. Ein Hauch von "So sollte es sein", wenn mir der Pathos gestattet ist.
Ich möchte jetzt allerdings nicht so tun, als sei das alles Eitel Sonnenschein. Man sagt immer, es sei nicht wichtig, allerdings habe ich bis dato keinen Slam gewonnen. Es gab sogar Zeiten, in denen ich ein Dauer-Abo auf den letzten Platz hatte. Natürlich ist das nicht das, was Slam ausmacht, aber sowas nagt dann schon an einem, vorallem, wenn man eine Persönlichkeit hat, wie ich. Mittlerweile belege ich dann wenigstens schon mal ein Platz auf dem Treppchen oder bekomme hohe Wertungen, aber zwischendurch merke ich schon, wie mich das anfrisst. Da ist zwischendurch ganz viel Resignation. Oft ist das bei mir auch einfach ein wenig durch meine Persönlichkeit bedingt, aber zwischendurch mangelt es mir am Gefühl, wertgeschätzt zu werden, zwischendurch habe ich das Gefühl, von manchen Slammern von oben herab behandelt zu werden, und wenn man dann von einem Slam eine Absage bekommt, weil man zu unbekannt sei, dann nagt das schon an mir. Die Wahrheit ist, dass ich mich heute immernoch über jeden freue, der bei mir anfragt, ob ich bei ihnen auf dem Slam auftreten möchte, weil ich dann das Gefühl habe, das man mich Wertschätzt, und ich mir dann weniger wie jemand vorkomme, der sich auf einem Slam einschmarotzert, um einen Text vorzutragen, der dann nicht gewinnt. Sowas hilft dann schon fürchterlich gut gegen meine zeitweisen Anwandlungen, dass keine Sau meine Texte hören möchte. Aufhören geht eh nicht mehr, wie gesagt, ich kann alleine schon nicht auf die Menschen verzichten.
Um jetzt noch ein wenig von meiner persönlichen Slam Geschichte zu erzählen: Pierre Jarawan hat Schuld. Pierre Jarawan und mein Stiefbruder. Pierre Jarawan, weil ich ihn 2011 beim ZDF Kultur Poetry Slam gesehen habe, und mich das so fasziniert hat, dass ich mich irgendwie für Poetry Slam zu interessieren begann**. Mein Sitefbruder, weil er dann irgendwann mit Slam um die Ecke kam, mich nach Osnabrück zum Slam "mitgeschleift" hat, wir uns den großen Slam in der Lagerhalle angesehen haben, und später dann sind wir beide in Ibbenbüren zum ersten mal selber aufgetreten. Pascal Jerome hat entfernt schuld, weil er mich da dann auftreten lassen hat***. Andreas Weber hat viel mehr schuld. Ohne Andreas Weber wäre ich heute überhaupt nicht da, wo ich heute bin. (Woauchimmer das ist). Hätte Andreas Weber nicht damals gesagt, komm doch mal nach Münster und Soest, dann wäre ich nie im Cuba Nova und in Soest gewesen. Also, falls sich jemand über mich beschweren will... ;) Danke Andy.
Mein erstes Finale war übrigens amüsanter Weise am 02. Februar 2013, also einen Tag vor meinem einjährigen. Ich habe mich damals ganz elegant als 5. Teilnahmer in ein Viererfinale geschlichen (Das mache ich bis heute noch gerne), und habe einen eleganten 5. Platz gemacht. Meine erste Platzierung auf dem Treppchen war ein dritter Platz in Rheine, mit einer Improvisation. Ich hätte gerne heute meinen ersten Slam gewonnen, nur war ich heute ärgerlicher Weise auf keinem Slam. Verdammt.
Laut MySlam bin ich bis dato etwa 7000 km für Slam gefahren. Da ich kaum zusammenhängende Touren gemacht habe, und da auch einige Slams fehlen, ist das wohl eine erschreckend realistische Zahl. Zwar im vergleich zu anderen wenig, aber trotzdem für mich verblüffend. Ist es eigentlich schon ein Stockholm Syndrom, wenn man anfängt, gerne Bahn zu fahren?
Ja, was soll ich jetzt abschließenbd sagen? Trotz der Resignation, und wegen den Menschen, Slam wird mich wohl erstmal nicht loswerden. Ich werde wohl nie deutsche Meister, ich werde wohl nie NRW oder Niedersachsen-Meister, ich werde wohl nie Julia Engelmann sein****, aber ich werde immer irgendwo auf einem Slam sein. Für meine Zukunft möchte ich mehr moderieren, auf ne Landesmeisterschaft, nach Berlin, und nach Frankfurt, und einmal versuchen, einen Monat lang durchzutouren. Irgendwie wird das schon werden. Punkt. Ende. Fußnoten.
*Wobei Feiern gerade relativ ist. Ich sitze auf meinem Bett un gucke "Die Simpsons". Feiern.
**Bevor der Irrtum aufkommt: Zum Schreiben gebracht hat der Mann mich nicht. Ich habe schon immer geschrieben, quasi, seit ich schreiben konnte. Und das dürfte nun gut 15 - 17 Jahre her sein.
***Für mehr möchte ich den Mann nicht verantwortlich machen. Ich bin seit Mitte 2012 bei keinem seiner Slams mehr aufgetreten, und ich hab momentan auch nicht das Gefühl, dass sich das ändert.
****Alleine schon, weil es nicht ein YouTube Video von mir gibt. Alle von mir existenten Videos wurden wegen irgenwelchen technischen Problemen nicht hochgeladen.... Ich störe wohl Kameras....*****
*****Außerdem hat Jens mich gerade darauf aufmerksam gemacht, war da noch was mit Penis und Bart. Ich werde leider nie einen so stattlichen Bart wie Julia Engelmann haben.
*****Außerdem hat Jens mich gerade darauf aufmerksam gemacht, war da noch was mit Penis und Bart. Ich werde leider nie einen so stattlichen Bart wie Julia Engelmann haben.
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Sonntag, 18. November 2012
Bia Two-Face
Es ist ein Sonntagnachmittag, draußen ist es regnerisch und Herr B. sitzt in seinem Zimmer vor seinem Computer. Ich müsste eigentlich dringenst etwas für die Schule tun, allerdings weigert sich mein Gehirn momentan beständig. Der Grund?
Die Sache ist, das Schule für mich momentan eher ein Haufen grauer Alltag ist, der mich ganz fürchterlich stört. An diesen Alltags-Tagen krieg ich es nur ganz schwer hin, mit meinem Leben irgendwie zufgrieden zu sein. Die Sache ist, dass ich ganz fürchterlich froh bin, wenn ich mein Abi endlich habe, dieses ist momentan für mnich echt nur noch Mittel zumn Zweck um studieren zu können. Abi sollte ja auch eigentlich auch eine Vorbereitung fürs Studium sein, aber kann mir einer sagen, warum ich für ein Informatikstudium Fächer wie Deutsch, Englisch oder eine zweite Fremdsprache brauche? Ich weiß seit Jahren, dass ich ein Naturwissenschaftliches Fach studieren möchte, und da machen Sachen wie Sportuntericht oder Geschichte nun mal nicht unbedingt Sinn. Gut, Geschichte kann man ja noch verstehen, da man als politischer Mensch schon ein Stückweit über Geschichte bescheid wissen sollte, aber sonst? Spektakulärer Weise haben 6 von 9 Fächern, die ich habe, nichts damit zu tun, was ich später studieren möchte. Da fällt es schwer ernsthafte Motivation aufzubauen, auch wenn ich mich natürlich teilweise auch für diese Fächer interessiere. Dieses bischen Interesse ist auch mit der letzte Rest Motivation, der da rumhängt.
Hinzu kommt, dass mein Leben ja solangsam eine gewisse Spaltung erfährt. Zum einen der bereits erwähnte graue Alltag, zum anderen die Wochenenden, an denen ich ja mittlerweile relativ häufig auf nem Slam oder anderwaltig unterwegs bin. Mein Leben auf Slams läuft eh irgendwie völlig konträr zu diesem grauen Alltag. Natürlich, es macht einfach Spaß, in andere Städte zu fahren und da auf der Bühne zu stehen. Hinzu kommt, dass man eigentlich immer neue Leute, andere Slammer kennenlernt, die oft einfach tolle Persönlichkeiten sind. Ich sitz dann oft hinterher am Bahnhof und bin wirklich glücklich, ich erfasse das als unheimliches Geschenk, so etas machen zu dürfen. Ich habe oft das Gefühl, dass dfas Leben eigentlich so sein sollte.
Aber das geht ja momentan ja leider nicht, da da leider viel zu viel notwendiger grauer Alltag rumliegt, natürlich würde ich gerne vom Slammen und vom Schreiben leben können, aber ich kann ja nun mal nicht davon ausgehen, dass ich das irgendwann mal irgendwie hinkriege, und da die Arbeitslosigkeit keine Perspektive wär, drängt mich die Welt ja leider in einen "geregelten Alltag". Was muss, das muss.
Augen zu und durch.
Sonntag, 4. November 2012
Neuer Blog und Münster!
Soo. Startschuss für einen neuen Blog. (Mal wieder. Dieses mal aktiver. denke ich.) Der Grund ist ziemlich simpel: Ich dachte, ich könnt wohl nen Blog und ne Webseite gebrauchen, und dank Blogger kann ich hier 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen.
Als ersten Post hab ich nun die Ehre, von dem herrlichen Slamn in der Peperoni Münster (ein Gemüseladen, verdammt, ein Gemüseladen!) zu erzählen. Der Abend begann schon seltsam, als mein Bus zum Ibbenbürener Bahnhof spektakuläre 12 Minuten Verspätung hatte, und ich mir noch Sorgen machen musste, meinen Zug nach Münster zu verpassen. Ging dann aber alles noch glatt. In Rheine musste ich umsteigen, und im zug von Rheine nach Münster traf ich dann auf eine alte bekannte, und wir stellten fest, dass wir am Ibbenbürener Bahnhof und im Zug von Ibb nach Rheine aneinander vorbeigelaufen sind. Schade.
In Münster angekommen habe ich mir dann in einer bekannten Sandwichladenkette erstmal ein Abendessen gegönnt. Lecker. Danach verlief ich mich erstmal mal wieder in Münster. Das passiert mir irgendwie immer wieder. Dieses mal lag es daran, dass ich die Karte falschrum im Kopf hatte, und deswegen erstmal straight ahead in die falsche Richtung rannte. Schade. Zum Glück sind Münsteraner ein äußerst freundlicher Haufen, so dass man mir dann doch noch den richitgen Weg wies. Aber ich scheine kein Einzelfall zu sein: Auf dem Weg zur Peperoni wurde ich dann noch von 2 weiteren Personen gefragt, ob ich wüsste, wo sich etwas befinde. Wusste ich natürlich nicht.
An der Peperoni angekommendurfte ich dann erstmal auf eine lange Schlange blicken. Die Peperoni war rappelvoll. Nächstes mal sollte ich versuchen, da früher einzutreffen. Wenigstens war ich nicht der einzige Slammer, der halb zu spät eintraf, kurz nach mir reihte sich Calle aus Rheine in der Schlange ein. kurz mit Calle gesnakt und dann kamen wir auch schon rein und durften uns durch die volle Peperoni zur Moderatorin Nina durchkämpfen. Die hatte gestern ihr Moderationsdebüt, hat das aber sehr gut gemeistert. Calle und ich konnten uns dann einen Platz an der Bierkiste für die Slammer sichern (hehe.). Bald darauf begann das Spektakel auch schon. Es war eine herrliche Mischung von allerlei Texten, über Vampire, K'lauterner, die nach Russland wollen um ein Cyborg zu werden, darüber, ein Wächter für jemanden zu werden und über die Rügenwalder Mühle.
Gewonnen hat das ganze dann später Jörg von Winterfeld, der an diesem Abend als Slammer debütierte, aber vorher schon durch Auftritte auf Mittelaltermärkten Bühnenerfahrung gesammelt hatten. Das fand ich als bekennenbder Mittelaltermarktgänger natürlich auch sehr interessant. Jörg stellte sich auch als freundlicher Bursche heraus, und nach dem Slam kam man noch mit den anwesenden Slammern ins Gespräch. Das waren allesamt wunderbare Menschen, und es hat schon spaß gemacht, sich noch ein wenig zu unterhalten, bis ich dann nach diesem wirklich wunderbaren Abend mit dem Bus die Heimreise antrat.
Ich daselbst habe zwar nur den 9. Platz gemacht, allerdings dürfte das mal wieder meiner Nischenexistenz geschuldet sein, zumal ich, was mich freute, von einigen Leuten dennoch sehr positives Feedback erhielt. Danke Münster, Gerne wieder!
Andere dagewesene Slammer: Rike aus Steinfurt, Gedeon Hesch aus K'Lautern, Claudia Ratering aus Münster, Tobias F., glaube ich auch aus Münster, und noch einige weitere, die mir gerade entfallen sind, aber bald ergänzt werden, wenn sie mir wieder einfallen.
Gewonnen hat das ganze dann später Jörg von Winterfeld, der an diesem Abend als Slammer debütierte, aber vorher schon durch Auftritte auf Mittelaltermärkten Bühnenerfahrung gesammelt hatten. Das fand ich als bekennenbder Mittelaltermarktgänger natürlich auch sehr interessant. Jörg stellte sich auch als freundlicher Bursche heraus, und nach dem Slam kam man noch mit den anwesenden Slammern ins Gespräch. Das waren allesamt wunderbare Menschen, und es hat schon spaß gemacht, sich noch ein wenig zu unterhalten, bis ich dann nach diesem wirklich wunderbaren Abend mit dem Bus die Heimreise antrat.
Ich daselbst habe zwar nur den 9. Platz gemacht, allerdings dürfte das mal wieder meiner Nischenexistenz geschuldet sein, zumal ich, was mich freute, von einigen Leuten dennoch sehr positives Feedback erhielt. Danke Münster, Gerne wieder!
Andere dagewesene Slammer: Rike aus Steinfurt, Gedeon Hesch aus K'Lautern, Claudia Ratering aus Münster, Tobias F., glaube ich auch aus Münster, und noch einige weitere, die mir gerade entfallen sind, aber bald ergänzt werden, wenn sie mir wieder einfallen.
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